Karrierepfad

Von der Ausbildung zur eigenverantwortlichen Praxis

Weg A – Übergangsregelung (heute)
Schritt 1

WHO-Kategorie-I-Abschluss

ECCE-akkreditierte Hochschule

Schritt 2

Sektorale HP-Erlaubnis

Chiropraktik – einheitl. per DVO

Schritt 3

Chiropraktische Tätigkeit

Angestellt / unter Aufsicht

Schritt 4

GEP-Prüfung (DCG)

Assistenz + Prüfung + Arzt-Beisitzer

§ 7 ChiroG: GEP = Äquivalenz ➔ direkt Fachchiropraktor

Weg B – Regelweg nach ChiroG
Schritt 1

Studium in Deutschland

BSc + MSc + studentische Klinik

Schritt 2

Staatsexamen

Theorie schriftlich · Praxis OSCE

Schritt 3

Approbation

Tätigkeit in Anstellung erlaubt

Schritt 4

Weiterbildung 2 Jahre

2.000 Std. Patientenversorgung

Schritt 5

Fachprüfung BCK

Theorie schriftlich · Praxis OSCE

Systemvergleich der Postgradualphase (Sicherheit & Standards)
Zahnmedizin (Bestandssystem)
Schritt 1 Universitäres Staatsexamen

Direkte Approbation & Erstkontaktrecht am Patienten.

Schritt 2 2 Jahre Vorbereitungsassistent

Reine praktische Tätigkeit im Angestelltenverhältnis.

✔ Ohne Prüfung Volle Kassenzulassung

Direkte Berechtigung zur Abrechnung mit GKV/PKV und eigener Praxisführung.

Chiropraktik (Chiro-ApprO Entwurf)
Schritt 1 Universitäres Staatsexamen

Direkte Approbation & Erstkontaktrecht gemäß WHO-Kategorie I (A).

Schritt 2 2 Jahre Weiterbildung

2.000 Std. direkte Patientenversorgung unter fachlicher Supervision (§ 12).

🔒 Verpflichtende Fachprüfung Zulassung zum Fachchiropraktor

Staatlich-kammerrechtliche Qualitätsprüfung (§ 13) von Abrechnung, Recht & Kontraindikationen für das Versicherungswesen.

Akademische Qualitätssicherung

Prüfungsstruktur: Staatsexamen & Fachprüfung

Der Qualifikationsprozess zur Erlangung der Approbation und der anschließenden Kassenzulassung für universitäre Chiropraktoren (WHO-Kategorie I), aufgebaut nach dem Vorbild der Schweizerischen Eidgenössischen Prüfung.

PHASE 1

Das Staatsexamen (Zulassung zum Heilberuf / Approbation)

📝

1. Theoretische Fachprüfung

Format: Schriftlich / Kurzantwortfragen (KAF)

Umfassende Validierung des medizinisch-theoretischen Fundaments. Geprüft werden die klinischen Basiswissenschaften, Pathologie, Differentialdiagnostik sowie die radiologischen und bildgebenden Verfahren gemäß dem universitären Master-Niveau.

🏥

2. Praktischer OSCE-Parcours

Format: 10 Stationen (Objective Structured Clinical Examination)

Das praktische Herzstück nach Schweizer Vorbild. Der Kandidat durchläuft 10 standardisierte Prüfungsstationen unter direkter Beobachtung von Fachprüfern.

  • Anamnese & Kommunikation: Professionelle Gesprächsführung, Erhebung der Leitsymptome und psychotherapeutische Empathie unter Zeitdruck.
  • Klinische Untersuchung: Durchführung der neuromuskuloskelettalen und allgemeinmedizinischen Statuserhebung.
  • Differentialdiagnose: Logische Herleitung von Arbeitsdiagnosen und das sofortige, sichere Erkennen von Ausschlusskriterien (Red Flags).
  • Management & Therapie: Indikationsstellung, Behandlungsplanung und Demonstration chiropraktischer Justierungstechniken.
  • Interdisziplinäres Verhalten: Konsultation und strukturierte Patientenübergabe an nachgelagerte Facharztgruppen (z.B. Orthopädie, Neurologie).
PHASE 2

Die Fachprüfung (Weiterbildung zum Fachchiropraktor / Kassenzulassung)

Zulassungsvoraussetzung: 24 Monate strukturierte Assistenzzeit

Vor Ablegung der Fachprüfung muss eine zweijährige, dokumentierte Assistenzzeit in einer ermächtigten Weiterbildungsstätte (mind. 2.000 Stunden eigenverantwortliche Patientenversorgung unter Supervision) absolviert sowie ein vollständiges Logbuch eingereicht werden.

📖

1. Schriftliche Integrationsprüfung

Format: Fallbasierte Komplexevaluation

Prüfung der vertieften Spezialistenkompetenz. Schwerpunkt liegt auf dem intersektoralen Patientenmanagement, der fortgeschrittenen radiologischen Befundung (CT/MRT-Diagnostik), Pharmakologie (Wechselwirkungen) sowie dem Berufs-, Haftungs- und Sozialrecht (Abrechnung im GKV-/PKV-System).

🎓

2. Praktische Fachprüfung & Kolloquium

Format: Spezialisten-OSCE & Arzt-Beisitzer

Praktische Validierung auf Facharztniveau. Die Besonderheit liegt in der interdisziplinären Qualitätssicherung durch den verpflichtenden Einsatz von medizinischen Arzt-Beisitzern (Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie oder Neurologie).

Geprüft wird das Management hochkomplexer chronischer Schmerzpatienten, die chiropraktische Neurologie und die finale Reife zur uneingeschränkten, eigenverantwortlichen Führung einer vertragsärztlich gleichgestellten Praxis.

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